Assassin’s Creed: Odyssey

Assassins Creed Odyssey ist bereits der 11. Teil der erfolgreichen Open-World-Reihe und erschien diesen Monat für PS4, Xbox One und PC. Dieses Mal bringt uns Ubisoft wieder zurück in die Zeit der Antike, genau nach Griechenland während des Peloponnesischen Krieges (Athen gegen Sparta). Anders als in den vorherigen Teilen, kann der Spieler selbst über die Rolle des weiblichen oder männlichen Charakter entscheiden. Das Spiel erhält dadurch viel mehr Dialogoptionen, Verzweigungsquests und mehrere Enden, welche sich sogar auf Romanzen und Beziehungen des Charakters auswirken können.

Man spielt anfangs als verstoßener Söldner und Nachfahre von König Leonidas (von Sparta), aber man ist jedoch selbst kein Anhänger beider Fraktionen. Die Geschichte wird immer wieder mit Rückblenden aus der Kindheit versehen, die Hintergründe und Emotionen mit ins Spiel einfließen lassen. Historisch sind nicht nur die Orte die über die Spielzeit besucht werden, sondern auch die Personen, die zur dermaligen Zeit großen Einfluss hatten. Zum Beispiel sind mehrere Dialoge zwischen dem Spieler und Sokrates, Perikles sowie Hippokrates vorhanden, welche im Verlauf des Spieles Bezug auf die Handlung nehmen.

Gameplay

Ein Gameplay-Feature aus einem der Vorgänger “Black Flag” übernommen, ist die maritime Kriegsführung. Seeschlachten zwischen Piraten oder anderen Gegnern kommen recht häufig vor und das Erforschen verschiedener Inseln macht großen Spaß. Zudem kann das Schiff des Charakters ausgebaut und Spezialisten angeheuert werden. Des weiteren verwendet das Spiel ein Skill-Tree-System, mit dem der Spieler neue Fähigkeiten freischalten kann. Die drei Fähigkeitsbäume “Jäger”, “Krieger” und “Assassine” spezialisieren sich auf verschiedene Fähigkeiten des Charakters. Dazu gibt es noch Spezialfähigkeiten, welche aus Assassins Creed Origins übernommen wurden und dienen dem Spieler einen mächtigen Finish-Zug zu ermöglichen. AC Odyssey verfügt auch über ein Ausrüstungssystem, bei dem jedes Stück Rüstung, das der Spieler trägt, verschiedene Statistiken enthält und eine Reihe von Vorteilen bietet. Stärkere Fähigkeiten kommen dann im Verlauf des Auflevelns des Charakters hinzu. Außerdem gibt es ein überarbeitetes Wanted-System, bei dem nicht nur wie üblich ein Kopfgeld auf uns ausgesetzt wird, sondern auch hartnäckige Söldner, welche uns bei steigendem Wanted Level attackieren.

Grafik

Die Grafik ist absolute Oberklasse. Assassin’s Creed Odyssey läuft auf der von Ubisoft entwickelten AnvilNext 2.0 Engine und ist auch noch auf PCs mit Mittelklasse-Grafikkarten wie der GTX 660 spielbar, wenn auch nicht in Full HD. Es gibt zwar noch deutlich potenzial bei den Ladezeiten und der Qualität der globalen Texturen, aber nichts was durch ein Patch nicht behoben werden könnte. Außerdem muss die massive Größe der Karte angemerkt werden, denn diese ist mit 130 Quadratkilometern, verschiedenen Regionen, Bevölkerungsdichten sowie unterschiedlichen Klimazonen, eine begeisternde Spielwelt. Es ist dieses Mal auch möglich die Unterwasserwelt zu erkunden.

Fazit

Odyssey ist ein faszinierendes Spiel. Gerade die Art und Weiße wie man mit seinen Entscheidungen die Story und deren Verlauf beeinflussen kann, ist sehr erstaunlich. Mit einer durchschnittlichen Spielzeit von 27 Stunden nur für die Hauptstory und über 80 Stunden für Nebenquests und Extras, fehlt es also nicht an Inhalt in Odyssey. Auch die zahlreichen Neuerungen im Gameplay tragen positiv zum Spiel bei. Grafisch gesehen ist AC: Odyssey nahezu identisch zum Vorgänger, weist aber eine verbesserte Wasserdarstellung und Detaildichte auf. Für alle Assassin’s Creed Fans ist dieser Titel damit ein ehrenwerter Nachfolger der Reihe, wenn nicht sogar der beste